Einheitlicher Datenschutz bald europaweit?

06.02.2012

Auf dem 13. Datenschutzkongress 2012 (8. und 9. Mai 2012, Berlin) erörtert die Bundesjustizministerin im Detail die neueren Entwicklungen im Datenschutzrecht in Deutschland und der EU. Auch Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich greift die aktuelle Diskussion um Datensicherheit auf und eröffnet mit seinem Vortrag den etablierten Berliner Datenschutzgipfel.

Einheitlicher Datenschutz bald europaweit?


13. Datenschutzkongress 2012
8. und 9. Mai 2012, Pullman Berlin Schweizerhof
Programm: http://bit.ly/A2MrT9


Berlin/Düsseldorf, 3. Februar 2012. Strengere Vorgaben für soziale Netze und Institutionen soll es nach EU-Kommissarin Viviane Reding künftig in ganz Europa geben. Zu den geplanten Neuerungen gehört auch das Recht auf Vergessen. Besonders soziale Netzwerke müssten Daten in Zukunft auf Wunsch ihrer Nutzer wieder löschen. Verstoßen Unternehmen gegen die Datenschutzregeln, so würden ihnen nach den neuen Datenschutzregeln hohe Strafen drohen. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger begrüßte den Vorstoß der EU-Kommission. Gleichzeitig warnte sie dem Handelsblatt zufolge davor, dass eine europäische Neuregelung das deutsche Datenschutzniveau nicht aufweichen dürfe. Auf dem 13. Datenschutzkongress 2012 (8. und 9. Mai 2012, Berlin) erörtert die Bundesjustizministerin im Detail die neueren Entwicklungen im Datenschutzrecht in Deutschland und der EU. Auch Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich greift die aktuelle Diskussion um Datensicherheit auf und eröffnet mit seinem Vortrag den etablierten Berliner Datenschutzgipfel.


Themen- und Referenten-Highlights des Datenschutzkongresses
Sollten alle EU-Länder den Vorschlägen der EU-Kommissarin zustimmen, so würden vor allem auf Unternehmen einige Änderungen zukommen. Anders als bei einer Richtlinie blieben mit der neuen Verordnung kaum Spielräume für nationale Datenschutzgesetze. Michael Hange (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), Markus Haas (Telefónica Germany), Peter Schaar (Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit) diskutieren unter der Leitung des Vorsitzenden Dr. Ulrich Wuermeling LL.M. (Latham & Watkins LLP) über Erwartungen der Politik an die Datenschutz-Compliance der Unternehmen. Rechtliche Rahmenbedingungen von Social Media aus aufsichtsbehördlicher Sicht erörtert der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Prof. Dr. Johannes Caspar, und aus unternehmerischer Sicht Thomas Helfrich (Bayer). Die Risiken und Nachteile des Cloud-Computing beleuchtet der Hessische Datenschutzbeauftragte, Prof. Dr. Michael Ronellenfitsch. Prof. Dr. Thomas Hoeren (Universität Münster) referiert über Folgen der EU- Verordnung für den betrieblichen Datenschutzbeauftragten. Chris Newiger (Deutsche Bahn) berichtet anschließend über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Datenschutzorganisationen in mittleren und großen Unternehmen.


Social Media und Datenschutz
Datenschützer kritisieren Facebook für den Like-Button, Fangruppen und die automatische Gesichtserkennung. Sie befürchten, dass Daten auch von Nicht-Mitgliedern des Netzwerks ohne deren Wissen gespeichert und zu Profilen kombiniert werden könnten. Lord Richard Allan (Facebook) nimmt am Vorabend des Datenschutzkongresses Stellung zu den Vorwürfen. Gemeinsam mit Dr. Ulrich Wuermeling LL.M., Thomas Helfrich, Edgar Wagner (Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz) und Thomas Mosch (BITKOM) diskutiert der oberste Europa-Repräsentant des Online-Netzwerks  über Datensicherheit bei Social Media.


EU-Reform und weltweiter Datenschutz
Beim separaten European Data Protection Day (7. Mai 2012, Berlin) berichten über 25 internationale Experten unter anderem aus den USA, Russland, Argentinien, Polen und Indien über Herausforderungen im inner- und außereuropäischen Datenschutz. Darüber hinaus geben Dr. Paul Nemitz (Europäische Kommission), Axel Voss (Europäisches Parlament), Peter Hustinx (Europäischer Datenschutzbeauftragter), Peter Fleischer (Google Inc.), Isabelle Falque-Pierrotin (Datenschutzbeauftragte Frankreich), Christopher Graham (Datenschutzbeauftragter Großbritannien), Dr. Hans-Joachim Rieß (Daimler AG) ihre Einschätzungen zur geplanten EU-Reform ab. Das komplette Programm ist abrufbar unter: http://bit.ly/A2MrT9


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